Rot-Weiss Basketballer zurueck in der Spur
Bad Cannstatt - Am letzten Spieltag der Landesliga-Saison ging es daheim im Derby gegen den MTV Stuttgart in erster Linie darum, nach der ersten Niederlage gegen ZRINSKI Waiblingen, mit einem Sieg in die Spur zurueck zu kehren. Und mit einem tollen 107:70-Erfolg gelang sogar der Spagat zwischen Angriff und starker Verteidigung.
Wie schon in der ganzen Saison und allen voran in der Rueckrunde boten die Eisenbahner des Rot-Weiss Stuttgart einen fantastischen Beginn.
Nach 4 Minuten und durch ueberaus effektiver Verteidigungsarbeit erspielte man sich einen 13:2-Punkte Vorsprung und der Gegner war erneut gezwungen seine
1. Auszeit zu nehmen. Von diesem Zwischenstand, der im Angriff in erster Linie einem der beiden Twin-Towers - Jordan Santana Pepen mit 6 Punkte auffaelligster Akteur - zu verdanken war, ging es unaufhaltsam weiter. Nach weiteren 4 Minuten stand es 22:8 fuer den Ligaprimus aus Bad Cannstatt. Kurz davor kam dann auch der Spielertrainer und greifte im Vergleich zum letzten Spiel gleich erfolgreich mit ein. Zwei Dreier und zwei Freiwuerfen spaeter konnte dieser persoenlich das 1. Viertelergebnis mit 30:11-Punkten herstellen.
"Uns war der Beginn nach dem letzten Spiel extrem wichtig! Wir wollten zeigen, dass die Niederlage uns keinen Bruch ins Spiel gebracht hatte und sich auch psychisch nicht in unsere Koepfe festgesetzt hatte."
2. Viertel aehnlicher Verlauf. Nun jedoch schlichen sich einzelne Fehler in der Verteidigung der Cannstatter ein, die von den Gaesten besser genutzt werden konnten. Es zeichnete sich ein gewoehnlicher Schlagabtausch aus. In dem Rot-Weiss immer wieder mit insgesamt 3 Dreiern wichtige Nadelstiche setzen konnte und die Stuttgarter aus dem Westen immer wieder vor Probleme stellte.
Die Abwehr der Gaeste konzentrierte sich voll und ganz auf den zu letzt sehr gefaehrlichen Cihan Kog, der dennoch punkten konnte. Doch viel wichtiger war, dass das Team im Vergleich zum letzten Spiel die dadurch sich oeffnenden Raeume viel besser nutzen konnte. Ob unterm gegnerischen Korb oder aber auch von Aussen durch Penetrations und erfolgreichen Distanzwuerfen. Man gewann das 2. Viertel mit 24:20-Punkten und zur Halbzeit schien das Spiel mit einem 54:31 quasi gelaufen zu sein.
Fuer alle war nun klar, dass man den eigenen Stiefel zu Beginn der 2. Halbzeit einfach nur runter spielen muesste. Im Angriff wollte man nicht erneut mit dem Vorschlaghammer alles in kuerzester Zeit erzwingen und in der Verteidigung sollten weiterhin die Schluesselspieler nicht ins Spiel finden.
Doch erneut schien das Vorhaben und die hierfuer noetig gewesenen Attribute in der Kabine vergessen worden zu sein. Ueberhastete Entscheidungen im Angriff und ein weiter staerker aufspielender Gegner brachte die Gaeste bis zur
7. Spielminute zurueck auf 48:61-Punkte aus deren Sicht. So schmolz die 21 Punktefuehrung aus der Halbzeit erstmals in die Naehe einer einstelligen Differenz zurueck. Es war Zeit fuer den Spielertrainer Ivica Ristic die 1. Auszeit
zu nehmen, um seinem Team die noetige Konzentration abzufordern und dem Team nochmals klar zu machen, dass man erneut auf dem besten Weg war sich selbst zu schlagen!
Die Auszeit schien Wirkung zu haben und man besann sich zurueck auf die Taktischen Anweisung. Mit Erfolg! In den letzten 3. Spielminuten des 3. Viertels und dank Jordan Santana Pepen, den man endlich wieder im Angriffsspiel besser einsetzte, gelang es dem Tabellenfuehrer die Gaeste erneut mit 74:49-Punkten auf Distanz zu halten.
"Entscheidend war aber auch in der Schlussphase des 3. Viertels unsere Verteidigungsarbeit. Liessen wir zu letzt die Topscorer gegen uns nach belieben punkten, so gelang es uns diesmal durch hervorragende Teamarbeit, aber auch durch kaempferrische Einzelleistungen dem Gegner nicht zurueck ins Spiel zu kommen! David Jackson ist dabei besonders hervorzuheben, aber auch unsere Langen unter dem eigenen Korb beherrschten den Defensiv-Rebound."
Was nach Aussage des Trainers der Schluessel zum 20:18 Erfolg im 3. Viertel war.
Das dies den Willen der Stuttgarter brach bewies dann auch das letzte Viertel. Zwar konnten bis zur 4. Minute beide Teams ziemlich gleichmaessig punkten, doch ab da an lief bei den Gaesten im Angriff als auch in der Verteidigung gar nichts mehr zusammen. Michael Santana Pepen blockte hinten wichtige Wuerfe ab und avancierte selbst durch Drang zum Korb zum Besten im letzten Viertel. Ganze 12 Punkte von seinen insgesamt 24 erzielte er hierbei!
Ab der 4. Spielminute bis zur 8. Spielminute erspielte man sich einen 18:2-Punkte Lauf. Ballgewinne fuehrten zu Fastbreaks, die Cihan Kog selbst einige Male erfolgreich nutzen konnte. Rot-Weiss Stuttgart spielte den Gegner praktisch an die Wand und demonstrierte mit Aaron Mlinarevics` Basketballwissen einen Augenschmaus an Ueberlegenheit. Paesse hinterm Ruecken oder ueber den Kopf, einen erfolgreichen Dreier und Zug zum Korb, sprich das komplette Programm rief er aus seinem Reportoir auf. Dieser wurde durch Beifall und Zungeschnalzen der Zuschauer geehrt.
"Das Team und Aaron boten traumhaften Basketball! Hinten verausgabte sich David Jackson in der Verteidigung und ermoeglichte so seinen Mitspielern einige Punkte durch Schnellangriffe und vorne ueberboten sich David und Aaron mit tollen Zuspielen gegenseitig. Und zu guter Letzt setzte ein weiteres junges U18-Talent, Janosch Wacker, dem Sieg mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf die Krone auf!"
Ja, eine wahre Kroenung zum Saisonabschluss, so kann man das wohl bezeichnen nach der Aussage des Trainers. Man gewann mit Schlusspfiff und dem Dreier des Youngsters Janosch Wacker das letzte Spiel in dieser Saison mit 107:70-Punkten und schickte die Gaeste mit dieser Schmach auf die kurze aber sicherlich sehr schmerzhaften Schlappe nach Hause.
Anschliessend feierte man ausgelassen mit Sekt und Champus die erfolgreiche Saison und dank des Sponsors "Textildruck Stuttgart.de" den Meistershirts den Aufstieg und das Ende der langen Saison.
Es spielten:
Janosch Wacker 3 Pkt. (1 Dreier), Michael Santana Pepen 24 Pkt., Cihan Kog 13 Pkt. (3 Dreier), David Jackson 6 Pkt., Jordan Santana Pepen 22 Pkt., Ivica Ristic 19 Pkt. (5 Dreier), Aaron Mlinarevic 15 Pkt. (1 Dreier), Stephan Boettcher 5 Pkt.